„Ganz schön frech
Lieder von Bert Brecht und Georg Kreisler
Michael Ransburg, Gesang

Clemens Kröger, Klavier

Die Liebe

„Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?“

Michael Jarre

„Die Liebste gab mir einen Zweig“

Brecht/Musik von Paul Dessau

„Lied von Liebe“

Brecht/Musik von Kurt Schwaen

„Baals Lied“

Brecht/Musik von Kurt Schwaen

„Ballade zum § 218

Brecht/Musik von Hans Eisler

„Die Ehe“

Georg Kreisler

„Ballade vom Förster und der Gräfin“

Brecht/Musik von Paul Dessau

„Bitteres Liebeslied“

Brecht/Musik von Kurt Schwaen

„Der Song von Mandelay

Brecht/Musik von Kurt Weill

Das Böse

„Die Hexe“

Georg Kreisler

„Was man tut, um zu sein“

Georg Kreisler

„O Falladah, die du hangest“

Brecht/Musik von Hans Eisler

Die Lüge

„Der Ticker“

Georg Kreisler

„Der Staatsbeamte“

Georg Kreisler

„Der Furz“

Georg Kreisler

„Die Maske des Bösen“

Musik von Paul Dessau

„Zwielicht“

Robert Schumann

„Ballade vom Wasserrad“

Brecht/Musik von Hanns Eisler

Die Kunst

„Im Theater ist was los“

Georg Kreisler

„Der Musikkritiker“

Georg Kreisler



Der Konzertpianist Clemens Kröger und der Schauspieler Michael Ransburg, der unter anderem am Wiener Burgtheater spielte und sicherlich den für die Kreisler-Lieder nötigen „Wiener Schmäh“ be­herrscht, haben Texte und Lieder des großen Provokateurs Bert Brecht und des boshaften Kabaret­tisten Georg Kreisler ausgewählt, bei denen es nicht immer jugendfrei, aber stets vergnüglich zu­geht. Zentrale Themen sind die Liebe, das Böse, die Lüge und die Kunst.

 

Bertolt Brecht hat eine ganze Reihe von Liedern geschrieben, die dann auf großartige Weise von Komponisten wie Hanns Eisler oder Paul Dessau vertont wurden. Seine scharfzüngigen Texte über­trifft der Wiener Kabarettist Georg Kreisler noch an Boshaftigkeit und rabenschwarzem Sarkas­mus. „Das Rezept ist ganz einfach“, sagte er einmal. „Man nehme ein an und für sich grausiges Er­eignis und übertreibe es maßlos, so dass es seinen Schrecken verliert und grotesk wird, dann kann man noch eine Musik dazu schreiben, die gar nicht dazu passt und schon ist das Lied fertig.“ Wie gut es sowohl dem deutschen Dramatiker als auch dem Wiener Kabarettisten gelang, die beiden Elemente Unterhaltung und politische Gesellschaftskritik zusammen zu bringen, stellen Michael Ransburg und Clemens Kröger unter Beweis.